Zusammenleben

Schule als Lebensort

Eine Schule ist viel mehr als ein Lernort – sie ist ein Lebensort. Deshalb ist das Wohlbefinden der Kinder und Erwachsenen in der Schule so wichtig. Damit dies gelingen kann, braucht es Empathie und Vertrauen, Diskussionen und Regeln sowie selbstbewusste Kinder, die auf sich selbst ebenso achten, wie auf andere.

Empathie und Vertrauen

Um den Kindern zu ermöglichen, einen Überblick über das System der Schule und aller beteiligten Personen zu gewähren und damit Empatie und Verantwortungsübernahme zu ermöglichen, wird es nur eine Klasse geben, in der zwischen dreißig und vierzig Kinder lernen und leben.

Das unterschiedliches Alter der Kinder prägt das Zusammenleben in der Schule: Die Neulinge orientieren sich an den älteren Kindern, erhalten Hilfe und Unterstützung. Die Älteren lernen Verantwortung zu übernehmen und sich rücksichtsvoll zu verhalten.

Um das Gruppengefühl zu stärken und die Strukturen der Gemeinschaft zu erkennen und gegebenfalls zu verändern, werden regelmäßig im Rahmen des Sportunterrichts Kooperationsaufgaben aus dem Bereich der Erlebnispädagogik angeboten.

Diskussionen und Regeln

Täglich kommen Kinder und Erwachsene im Plenum zusammen. Dort werden…

… Ideen vorgetragen, ihre Umsetzung diskutiert und entschieden.

… Probleme angesprochen für die neue Regelungen getroffen werden müssen, die Regeln werden diskutiert und abgestimmt.

… Konflikte und Regelverstöße vorgetragen und nach Lösungen gesucht.

… Personen für ihr Verhalten gelobt.

Alle Entscheidungen, die für das Zusammenleben der Gruppe und einzelner SchülerInnen wichtig sind, werden demokratisch nach dem Mehrheitsprinzip entschieden. Dabei haben alle Kinder und pädagogischen Kräfte jeweils eine gleichwertige Stimme.

Die Grundsätze, nach denen die Kinder und Erwachsenen ihre Entscheidungen begründen und treffen sollen sind folgende:

  1. Alle Kindersollen in der Schule gut lernen können.
  2. Allen Kindern und Erwachsenen soll es in der Schule gut gehen.

Es ist die Verantwortung aller Beteiligten an diese Grundsätze zu erinnern und in ihrem Sinne zu entscheiden.

Selbstbewusstsein und Selbstfürsorge

Durch das pädagogische Konzept der Offenheit bietet sich den Kindern die Möglichkeit am jeweiligen Lernstand anzuknüpfen. Dadurch erfahren sie, was sie bereits alles wissen und können. Sie werden weder ausgebremst, noch überfordert, wie es in der Regelschule oft der Fall ist, sondern erfahren eine Wertschätzung ihrer Ressourcen und können in ihrem Tempo Lernerfolge erzielen.

Durch die regelmäßigen Präsentationen von Arbeitsergebnissen bekommen die Kinder die Anerkennung der Gruppe. Die Verlagerung von Leistungsbewertung auf Leistungsfeststellung und die Rückmeldung rückt die Fortschritte in den Vordergrund. Durch die Partizipation erhalten sie Verantwortung – für ihr Wohlbefinden, ihr Lernen und für die gesamte Gruppe.

In einer Schule, in der Kinder glücklich sind, muss das Verhältnis zwischen Anstrengung und Auszeiten stimmen. Eine Pause wird dann zu einer Auszeit, wenn jedes Kind geeignete Rahmenbedingungen vorfindet: Räume für Bewegung und Begegnung sind ebenso notwendig, wie Räume für Ruhe und Rückzug. Um den unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden, werden Angebote geschaffen, die Impulse der Kinder aufgreifen und ausbauen.

Heterogenität und Inklusion

Eine bunt gemischte Kindergruppe ist eine Bereicherung für alle. Kinder aus anderen Ländern und unterschiedlichen Elternhäusern sind für die Schule eine Bereicherung. Es ist wichtig, dass Ersatzschulen nicht zu Eliteschulen werden, die bestimmten Bevölkerungsgruppen verschlossen sind. Statt Abgrenzung wünschen wir uns einen offenen und neugierigen Umgang.

Manche Kinder haben besondere Bedürfnisse. Sie benötigen andere Unterstützung oder haben spezielle Anforderungen an das Schulgebäude. Ob die Bedingungen der Schule dem Kind so anpassen werden können, wie es benötigt wird, muss jeweils überprüft werden. Grundsätzlich ist die Schule offen für den Gemeinsamen Unterricht für Kinder mit und ohne besonderen Förderbedarf.

Du hast Interesse an der Schulgründung? Dann melde dich unter info@schule-anders-koeln.de.

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